Was möglich wird, wenn Gestaltung mehr ist als bloße Ästhetik.
Von Hamburg nach Kopenhagen sind es mit dem Zug gut fünf Stunden. Und trotzdem verändert dieser kurze Weg über die Grenze spürbar die Perspektive. Niklas, unser Creative Director, und Benjamin, CEO und Stratege, waren in diesem Jahr bei den 3daysofdesign Kopenhagen unterwegs. Nicht nur, um Inspiration zu sammeln, sondern auch, weil wir unseren Kunden Foyos und den renommierten Produktdesigner Mark Braun beim internationalen Markenlaunch eng begleitet haben. Zudem haben wir unser Netzwerk aktiviert, mit verschiedenen Artists und Partner:innen kooperiert und so gemeinsam ein sehr erfolgreichen Launch kreiert. Dazu noch mehr im Beitrag.
Diese Reise nach Dänemark hat uns einmal mehr gezeigt, wie aus dem Zusammenspiel von Gestaltung, ideellen Werten, Technologie und echter Zusammenarbeit auf hohem Niveau neue Perspektiven entstehen.


Ein Designfestival, das weit über Design hinausgeht.
Die 3daysofdesign haben sich längst von einem Ort für dänisches Design zu einem internationalen Festival entwickelt. Heute treffen dort Perspektiven, Produkte, Materialien, Marken und Menschen aus ganz Europa und darüber hinaus aufeinander.
Natürlich geht es dabei auch um Ästhetik, Stil und unterschiedliche Geschmäcker. Aber das allein macht die Veranstaltung nicht besonders. Spannend wird es dort, wo Design nicht nur als Oberfläche verstanden wird, sondern als Ausdruck von Haltung, Denkweise und Zukunftsgestaltung.
Genau das war in Kopenhagen spürbar.
Ob in Ausstellungen, Stores, Cafés oder im öffentlichen Raum, die Wertschätzung für Design, Architektur, Marke und Kultur ist an vielen Stellen sichtbar und selbstverständlich mitgedacht. Man merkt schnell, dass Gestaltung hier nicht als Beiwerk funktioniert, sondern als Teil des Alltags und als ernstzunehmender Hebel für Relevanz, Orientierung und Differenzierung.





Was uns besonders aufgefallen ist: die Atmosphäre
Neben all den inhaltlichen Eindrücken war es vor allem die Stimmung, die hängen geblieben ist.
In Deutschland scheint in vielen gesellschaftlichen Bereichen aktuell oft eine eher schwere Grundstimmung mitzuschwingen. Das ist nachvollziehbar — die Zeiten sind dynamisch, die Herausforderungen real, die Unsicherheit ist vielerorts greifbar. Gleichzeitig glauben wir, dass sich Probleme, Stress und Veränderung mit einer positiven Grundhaltung oft besser bearbeiten lassen. Nicht aus Naivität, sondern als bewusste Entscheidung.
In Kopenhagen war genau diese Haltung in vielen Momenten zu spüren. Uns ist in diesen Tagen kaum jemand begegnet, der unfreundlich oder zynisch unterwegs war. Im Gegenteil: Viele Begegnungen waren geprägt von Offenheit, Begeisterung und echter Freude am eigenen Tun. Das klingt vielleicht zunächst wie eine Kleinigkeit. Für uns ist es das aber nicht.
Denn Teamplay, Gemeinsamkeit und positive Energie sind keine Nebensachen. Sie sind oft die Grundlage dafür, dass neue Lösungen, Innovationen und Entwicklung überhaupt entstehen können.


Highlights, die uns in Erinnerung bleiben.
Natürlich gab es auch ganz konkrete Eindrücke, die uns besonders hängen geblieben sind.
Die Ausstellung von Material Matters war für uns eines der Highlights. Vor allem die Bandbreite an Ideen dazu, wie sich mit neuen Materialien nachhaltigere Produkte entwickeln lassen, war stark: Möbel aus Myzel, Oberflächen aus Olivenresten, 3D-gedruckte Objekte aus biobasierten Kunststoffen. Hier wurde sehr greifbar, wie eng Materialinnovation, Gestaltung und Zukunftsfragen zusammenhängen.
Ebenso spannend war der Besuch bei Deoron auf Paper Island, wo Contemporary Design, Art und Music auf besondere Weise zusammenkamen. Dazu diese typisch Kopenhagener Lichtstimmung zwischen Regen, Sonne, Glasfassaden und roher Sichtbetonarchitektur — ein Umfeld, das Gestaltung fast automatisch in Beziehung zum Raum setzt.
Beeindruckt hat uns auch, wie viele Kooperationen es mit lokalen Stores und Cafés gab. Gerade dort wurde deutlich, wie selbstverständlich Design Teil des Alltags sein kann. Man geht nicht einfach nur einen Kaffee holen, sondern landet plötzlich in Gesprächen über Handwerk, Materialität, Marken und junges Design. Diese Nähe von Gestaltung, Leben und kultureller Haltung fanden wir besonders inspirierend.


KI, digitale Tools und Handwerk gehören zusammen.
Ein weiterer Aspekt, den wir spannend fanden: In vielen Bereichen wurde die Nutzung digitaler Tools und KI mit großer Selbstverständlichkeit mitgedacht. Nicht als Konkurrenz zum Kreativen. Nicht als Kampf um gestalterische Hoheit. Sondern als logisches Zusammenspiel.
Brainstormings, 3D-Modelle, robotergestützte Fertigung und die permanente Präsenz von Social Media als Kommunikationskanal und digitale Verbindung waren genauso Teil des Erlebnisses wie echtes Handwerk, reale Materialien, Entschleunigung, Begegnung und Miteinander. Gerade diese Gleichzeitigkeit war bemerkenswert.
Denn sie zeigt etwas, das in vielen Debatten oft verloren geht. Technologie und KI müssen nicht automatisch im Gegensatz zu Materialität, Menschlichkeit und Gestaltungstiefe stehen. Im besten Fall erweitern sie Möglichkeiten. Sie helfen, Prozesse neu zu denken, Ideen schneller zu testen, komplexe Zusammenhänge sichtbar zu machen und Gestaltung auf neue Weise wirksam werden zu lassen.
Für uns ist das ein wichtiger Punkt. KI ist nicht zwangsläufig eine Bedrohung. Bewusst eingesetzt, kann sie eine Weiterentwicklung sein und vielleicht gerade erst der Anfang dessen, was gestalterisch, strategisch und unternehmerisch noch möglich wird, wenn wir mit dieser Einstellung arbeiten und klare Werte vertreten.
Was wir mitnehmen
Wenn wir die Tage in Kopenhagen auf einen Gedanken verdichten müssten, wäre es dieser:
Eine positive, offene und zukunftsgerichtete Haltung ist kein Nice-to-have. Sie ist oft die Voraussetzung dafür, dass Neues entstehen kann.
Genau deshalb sprechen wir bei ooniyo bewusst von „radikal positiv“. Nicht, weil wir Herausforderungen kleinreden. Sondern weil wir daran glauben, dass sich komplexe Aufgaben mit Optimismus, Klarheit und gemeinsamer Energie besser lösen lassen.
Die 3daysofdesign haben uns darin einmal mehr bestärkt. Sie haben gezeigt, was möglich wird, wenn Menschen aus aller Welt Ideen, Materialien, Technologien und Perspektiven zusammenbringen. Wenn Handwerk und digitale Mittel nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wenn Gestaltung nicht nur schön, sondern relevant sein will. Und wenn Zusammenarbeit nicht als Pflicht, sondern als Chance verstanden wird.
Wir wünschen uns, dass man mehr von genau dieser Haltung auch in Deutschland spürt. Das Potenzial dafür ist da. Und vielleicht liegt genau darin der eigentliche Hebel für Zukunftsfähigkeit: nicht nur darin, was wir gestalten, sondern auch darin, wie wir es tun.
Warum wir unseren Kunden begleitet haben.
Für uns hatte die Reise nach Kopenhagen noch eine weitere Ebene. Niklas und Benjamin waren im Rahmen eines Projekts für unseren Kunden Foyos vor Ort. Wir durften den internationalen Markenlaunch auf den 3daysofdesign begleiten und miterleben, wie rund 1,5 Jahre Zusammenarbeit in Strategie, Markenentwicklung, Produktentwicklung und Kommunikation öffentlich sichtbar werden und anfangen zu wirken.
Ein besonderes Highlight war für uns zu erleben, wie durch unser Netzwerk nach und nach unterschiedliche Artists und Partner:innen zum Launch-Event im Postbyen dazugekommen sind. Alle Beteiligten haben sich vollständig eingebracht und gemeinsam zu etwas beigetragen, das mehr war als die Summe seiner Teile.
Mit Tortus konnten wir eine erste spannende Kooperation realisieren. Abelone waren die perfekten Partner:innen für das Event selbst und die Content Production. Und dann kamen Artists wie Studio Floer und Escential CPH dazu — sowie unsere Kooperationspartner:innen Dedon, Midgard, Iconic Tools und Echtstahl, eine hochkarätige Auswahl an renommierten Marken.
Was dabei entstanden ist, war im besten Sinne ein Living-Event. Gemeinsam konnten wir zeigen, was mit der neuen Foyos-Möbelserie möglich ist und das positive Feedback der Besucher:innen hat das direkt bestätigt.
Solche Momente sind besonders. Nicht nur, weil ein Launch immer auch ein Meilenstein ist, sondern weil sich hier zeigt, wie viel in gemeinsamer, fokussierter Arbeit entstehen kann, wenn verschiedene Disziplinen gut zusammenspielen.
Über das Vertrauen und den gelungenen Markeneintritt haben wir uns sehr gefreut. Der Startpunkt ist gelegt. Und auch hier war Teamplay ein zentraler Erfolgsfaktor.


Benjamin Redeleit
GeschäftsführungMarken weiter denken
Eure Idee braucht auch Anschub für einen guten Start oder eure Marke ein Update? Dann sprecht mit uns über eure Gedanken und wir begleiten euch durch euren individuellen Branding-Prozess.



