Lost in Transformation – Learnings aus unserem Markenrelaunch

Erfahrungen, Roadblocks und Painpoints im eigenen Markenrelaunch

Unser Relaunch hat schon äußerlich einiges neu gemacht: neuer Name, neue Website, neue CI, neue Potenziale. Was man nicht sieht, ist der ganze Prozess dahinter. All die Ebenen, die man mitdenken, durchfühlen, überwinden und abschütteln muss. Der Weg zur eigenen, neuen Marke brachte Reibung, Entscheidungsdruck, Mut und steile Lernkurven.

Wir begleiten unsere Kund:innen seit vielen Jahren genau bei solchen Prozessen. Doch diesen Schritt selbst zu erleben, war und ist eine sehr wertvolle Erfahrung. Deshalb teilen wir heute mit euch die sechs größten Herausforderungen aus unserem Team und die Learnings daraus, die für alle interessant sind, die einen Markenrelaunch erfolgreich umsetzen wollen.

Über euren Relaunch sprechen

1 — Was für ein Aufwand

Ein grundlegendes Rebranding ist nicht einfach ein neues Design. Wir kennen das aus vielen Projekten mit unseren Kund:innen, doch wenn man selbst anfängt unter jeden Teppich zu schauen, gepaart mit der eigenen Erwartung und Vorfreude, wird dieser Berg plötzlich… immer… größer.

Darum: Plant bei eurem Markenrelaunch nicht nur mit dem Offensichtlichen. Es braucht einen ausreichenden Puffer und auch ein klares Erwartungsmanagement, was bis wann schaffbar ist, sonst entstehen automatisch Zeitdruck und unnötige Schleifen.

Mehr zur Markenstrategie als Fundament

2 — Klare Entscheidungen

Wenn viele Menschen im Prozess involviert sind, entsteht schnell eine eigene Dynamik. Wir wollten bewusst, dass jede:r im Team ihren oder seinen Teil beitragen kann, aber nicht jede:r will oder kann am Ende auch die Entscheidung treffen, in welche Richtung es geht. Zwischen anderen Projekten und Tagesgeschäft ist die Klarheit, wer was wann denn jetzt zu entscheiden hat, manchmal untergegangen. Genau daraus wachsen Verzögerungen, Doppelarbeit und Unsicherheiten.

Learning: Klärt früh, wer fachlich entscheidet, wer final freigibt und wer informiert werden muss. Das klingt simpel und logisch, kann aber schnell mal untergehen.

3 — Neue Sprache lernen

Unsere neue visuelle und auch inhaltliche Sprache stand als Idee fest. Aber natürlich braucht es auch Zeit bei jeder und jedem einzelnen, diese neue Sprache zu lernen, bis sie sicher angewendet werden kann.

Vom Tone of Voice bis zur Canva-Vorlage sollten die Elemente nicht nur inspirieren, sondern im Alltag funktionieren. Es braucht für einen erfolgreichen Markenrelaunch einen klaren Brand Rollout Plan, konkrete Leitplanken und eine vorgelebte Anwendung, mit der das ganze Team arbeiten kann.

Mehr zu Brand Design Systemen

4 — Reibung entsteht immer

Auch wenn wir uns für einen gemeinsamen Weg entschieden haben, kommen in so einem Prozess unterschiedliche Perspektiven auf und somit auch gewisse Spannungen. Erscheinungsbild der Marke, Sichtbarkeit in SEO, Sprache der Texte, strategische Ausrichtung, kreative Idee oder technische Umsetzung.

Rechnet mit dieser Reibung, seht sie als positiven Spannungsraum für Entwicklung und moderiert sie bewusst. Sie kann Projekte auch vorantreiben, das gegenseitige Verständnis in den Teams erhöhen und ungeahnte Wege aufzeigen.

5 — Zwei Seiten der Content-Medaille

Natürlich wollten wir aufräumen und aussortieren. Zwar wäre es bequem, bestehende Inhalte oder Projekt Cases beim Relaunch einer Website einfach zu übernehmen, aber es ist eben auch eine strategische Entscheidung, was das neue Markenbild prägen soll. Also: Alles neu, altes weg… oder? Denn dann gibt’s ja noch das Thema SEO, GEO, Rankings und eine neue Domain. Wenn dann auch noch Inhalte und Strukturen komplett neu kommen, ist man eben auch für Algorithmen so ziemlich neu.

Das heißt: Klarer Fahrplan, was man abwerfen will und kann, konsequent prüfen, was wirklich zur neuen Positionierung beiträgt und checken, was zumindest erstmal bestehen bleiben sollte, um nicht zu starke Einbußen mitzunehmen.

Vorab mit einem Audit starten

6 — Die Sache mit der eigenen Erwartung

Kurz vor dem Markenrelaunch stieg die Erwartung, vieles wurde gleichzeitig wichtig und genau das macht Entscheidungen schwer. Wenn alles Priorität hat, bringt das Unruhe rein, man verliert den Fokus und auch das kann die Vorfreude schmälern.

Learning: Trennt früh zwischen Must-have und Nice-to-have. Eine neue Marke muss zum Start nicht an allen Enden perfekt sein, aber klar genug, um stark und glaubwürdig live zu gehen. Alles weitere folgt Schritt für Schritt.

Ist es das denn wert?

Ja! Sicher, wir würden beim nächsten Mal ein paar Dinge anders machen, aber am Ende lohnt sich dieser Schritt auf vielen Ebenen. Wir haben nun eine Marke, mit dem sich das ganze Team identifizieren kann, da sie aus uns und unseren heutige Perspektiven heraus entstanden ist. Wir haben uns neue Möglichkeiten gegeben, wie wir uns und unsere Arbeit zeigen können und auch unser Selbstbild ist nun stärker bei allen verankert.

Markenrelaunch geplant? Lass uns zusammenarbeiten!





    Kurzes Video mit Portraits der verschiedenen Mitarbeiter bei ooniyo

    Schon bereit für einen Termin?

    Buch dir gerne einen kurzen Call mit uns!

    So kann ein erfolgreicher Markenrelaunch aussehen

    Weitere Artikel

    Alle Artikel